05.12.2018 | Autoritäre Dynamiken – rechtsextreme Einstellung in Deutschland 2018

Vortrag und Diskussion mit PD Dr. Oliver Decker

Die politische Situation in der Bundesrepublik ist einer großen Dynamik unterworfen: die extreme Rechte bestimmt mit ihren Themen öffentliche Debatten. Seit 2002 wird in den „Leipziger ‚Mitte’-Studien“ der hohe Anteil rechtextremer Erinstellungen in Deutschland dokumentiert. Heute bleibt es nicht mehr bei rechtsextremer Einstellung, Übergriffe auf Geflüchtete und antisemitische Straftaten nehmen zu. Der „Mitte“-Begriff fördert die Illusion politischer „Ränder“, auf die sich die Demokratiegefahr begrenzen ließe. Wie fragil die „Mitte“ tatsächlich ist, ist mittlerweile im Alltag sichtbar. Ist der „Mitte“-Begriff noch geeignet, die gegenwärtige Situation zu erklären? Diese Frage wird entlang der Befunde der aktuellen Erhebung 2018 diskutiert.

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PD Dr. phil. Oliver Decker ist Direktor des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung an der Universität Leipzig, Co-Sprecher des Graduiertenkollegs Rechtspopulismus der Rosa-Luxemburg-Stiftung und seit 2002 mit Elmar Brähler Leiter einer Untersuchungsreihe zur rechtsextremen Einstellung in Deutschland, die als Leipziger „Mitte“-Studien bekannt wurde.

 

 


Beginn: 18.00 Uhr
Ort: Friedenssaal im Großen Waisenhaus Potsdam (Breite Str. 9A, 14467 Potsdam)

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