06.02.2019 | Rechtspopulismus und Rechtsextremismus als Herausforderungen für die Lehre

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Heike Radvan

Rechtspopulismus und Rechtsextremismus als Herausforderungen für die Lehre an Hochschulen und Universitäten in (sozial)pädagogischen Fachbereichen

Auch wenn Rechtsextremismus und Rechtspopulismus keine neuen Probleme in der Sozialen Arbeit und Pädagogik darstellen, sind wir in Ausbildungssituationen und in der Praxis im Kontext eines gesellschaftlichen Rechtsrucks in neuer Weise herausgefordert: Diskriminierende, antidemokratische Positionen werden auch in Seminaren geäußert. Zudem entscheiden sich Personen für ein Studium und damit für eine Tätigkeit in der Praxis der Sozialen Arbeit, die sich populistisch oder auch extrem rechts engagieren. Sie vertreten Einstellungen, die den professionsethischen Grundlagen diametral widersprechen. Lehrende wie Fachkräfte sind gefordert, entsprechende Verhaltenweisen als problematisch zu erkennen und sich aus dem Fach heraus gegen Diskriminierung und für demokratische Werte zu positionieren.

Im Vortrag wird es in einem ersten Teil um einen Problemaufriss hinsichtlich der aktuellen Herausforderungen gehen; im zweiten Teil werden Überlegungen in Richtung Handlungs- und Interventionsstrategien und langfristiger Prävention formuliert und zur Diskussion gestellt.

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Prof. Dr. Heike Radvan ist Dipl.-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin und Erziehungswissenschaftlerin, Professorin für Methoden und Theorien Sozialer Arbeit an der BTU Cottbus; provomierte 2009 zum Thema “Pädagogisches Handeln und Antisemitismus” an der FU Berlin. 15 Jahre Praxisforschung und Projektentwicklung in der Amadeu Antonio Stiftung, Aufbau und Leitung der Fachstelle Gender und Rechtsextremismus. Schwerpunkte ihrer Tätigkeiten: Rekonstruktive Sozialforschung, Pädagogisches Handeln und Antisemitismus, geschlechterreflektierende Rechtsextremismusprävention, Diversität in ländlichen Räumen der neuen Bundesländer, Interkulturelle Pädagogik, Antisemitismus in der DDR.

 


Beginn: 18.00 Uhr
Ort: Friedenssaal im Großen Waisenhaus Potsdam (Breite Straße 9a, 14467 Potsdam)

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