Autoritäre Dynamiken – rechtsextreme Einstellungen in Deutschland

Mit gespannter Aufmerksamkeit folgten in der 5. Ringvorlesung etwa 70 Hörer*innen dem Vortrag von PD. Dr. Oliver Decker über ‚Autoritäre Dynamiken – rechtsextreme Einstellungen in Deutschland‘. Herr Decker präsentierte die jüngsten Ergebnisse der sogenannten ‚Mitte-Studien 2018‘ und erläuterte, warum die Leipziger Forschergruppe heute von der ‚Autoritarismus-Studie‘ spricht.  Dieser theoretische Ansatz des autoritären Charakters wurde in den 1930er Jahren im Frankfurter Institut für Sozialforschung entwickelt und beinhaltet stark verkürzt das Bedürfnis der Unterwerfung und Identifikation unter eine Autorität auf dem Hintergrund eines sich aus unterschiedlichen Quellen speisenden Schwächegefühls. Unterfüttert wird dieser Ansatz durch die jüngsten Ergebnisse der Leipziger Studie, die neben erschreckend hohen Prozentzahlen an Ausländerfeindlichkeit auch chauvinistische Tendenzen und den unverhohlenen Ruf nach einer starken Partei die den vermeintlichen ‚Volkswillen‘ vertrete offenbart. Die Unterschiede zwischen Ost und West sind dabei häufig weniger ausgeprägt als erwartet, was dann auch Diskussionsthema im Anschluss an den Vortrag war.

Die von Oliver Decker vorgestellte Studie ist unter folgendem link nachzulesen:
https://www.boell.de/de/leipziger-autoritarismus-studie

Der Vortrag kann hier nachgehört werden.

Am 19.12.2018 wird die Reihe fortgesetzt mit dem Vortrag Pädagogische Strategien in der Jugendarbeit mit Silke Baer.

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