22.03.2019 | Vom Gastarbeiter zum Gangsta-Rapper? HipHop, Migration und Empowerment

Vortrag und Diskussion mit Murat Güngör und Hannes Loh

„In der deutschen Geschichte kommen jetzt auch Kanaken vor“ (Haftbefehl)

Gangstarap ist sowohl in den Feuilletons als auch in den Klatschzeitschriften angekommen. Von „gefährlich fremd“ bis „aufregend anders“ lauten die Urteile der bürgerlichen Mitte. Sie werden eingespeist in einen ästhetischen Kontext und dabei häufig ihrer sozialen Verortung entrissen und konsumierbar gemacht. Allerdings gibt es auch immer wieder Momente des Unterlaufens und der Trickserei. Solche Brüche in der Geschichte sowie der Zusammenhang zwischen Rap und Migration und aktuelle diskriminierende oder provokante Texte werden untersucht. Darüber hinaus werden die Mechanismen der Konstruktion von Männlichkeit im Gangstarap beleuchtet.

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Murat Güngör ist Lehrer an der Carlo-Mierendorff-Gesamtschule. Mitautor eines Sachbuches zur HipHop-Kultur. Mitbegründer des antirassistischen Netzwerkes „Kanak Attak“. Als ehemaliger Rapper war er zwischen 1990 und 1999 musikalisch aktiv. Er war Kurator einer Konferenz zur Männlichkeit zwischen Gangsta- und Queerrap.

 

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Hannes Loh (1971*) ist Lehrer und Systemischer Berater an einer Schule in Köln. Er beschäftigt sich als Journalist und Autor mit der historischen, gesellschaftlichen und didaktischen Dimension der globalen HipHop Kultur. 2015 erschien sein Buch „35 Jahre HipHop in Deutschland“ im Hannibal Verlag.

 

 

 


Beginn: 18.00 Uhr
Ort: Waschhaus Potsdam (Schiffbauergasse 6, 14467 Potsdam)

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